Radiologie Lohr

Grafen-von-Rieneck-Str. 5

97816 Lohr am Main

Tel. 09352 70700

MRT

MRT

MRT

Magnetresonanztomographie (MRT)

Was genau ist die MRT?
- Das Verfahren

 

Im Magnetresonanztomographen (MRT) liegt die zu untersuchende Person in einem starken, homogenen Magnetfeld. Dieses Magnetfeld bewirkt eine gemeinsame Ausrichtung der Wasserstoffatome im Körper. Während der MRT werden Radiowellen ausgesendet, die diese gemeinsame Orientierung stören.

 
Die zugeführte Energie wird in gewebespezifischer Weise wieder abgegeben. Ein hochempfindliches Computersystem misst die unterschiedliche Energieabgabe und setzt sie in Bildinformationen um. Jede Körperregion kann somit durch Schnittbilder in allen Raumebenen mit einem exzellenten Weichteilkontrast dargestellt werden. Es besteht keine Belastung durch Röntgenstrahlen.

 

Die MRT wird immer dann eingesetzt, wenn Verfahren mit Röntgen oder Ultraschall keine klaren Aussagen liefern können oder wenn dynamische Prozesse des Körpers untersucht werden sollen.

 

Wann kommt die MRT zum Einsatz?
- Anwendungsgebiete

 

Die Aussagefähigkeit der MRT ist bei den folgenden Fragestellungen besonders geeignet. Zur Einschätzung der Wertigkeit der MRT gegenüber anderen bildgebenden Verfahren, wie Computertomographie, Sonographie oder Röntgen, stehen wir Ihnen kompetent zur Seite.

 

Kopf/Hals

  • akute Schlaganfalldiagnostik und chronische Durchblutungsstörungen
  • entzündliche Prozesse des Gehirns oder der Gesichtsweichteile
  • Tumore, ggf. mit Spektroskopie
  • Abklärung Schwindel, zentrale Sehstörung, Kopfschmerz
  • Metastasenverdacht
  • Multiple Sklerose
  • Abklärung Hirnnerven, Schädelbasis inkl. Hypophyse
  • Abklärung Kleinhirn, Hirnstamm, Halsmark
  • intrakranielle Gefäße (Abklärung Verschluss, Stenose, Aneurysma)
  • Halsgefäße zur Therapieplanung (z.B. Stent, Operation)

 

 


 

 

Wirbelsäule

  • Abklärung Bandscheibenvorfall
  • Beurteilung Einengung des Rückenmarkkanals oder der Neuroforamina im Rahmen der degenerativen Wirbelsäulenerkrankung
  • Tumor-/Entzündungsdiagnostik
  • Multiple Sklerose
  • Abklärung Spondylolisthesis
  • Frakturdiagnostik (Alter und Ausdehnung der Fraktur) z.B. im Rahmen der Osteoporose

 

 


 

 

Abdomen/Becken

Leber

  • Beurteilung von Lebervergrößerung und Leberverfettung
  • Abgrenzung gutartiger (z.B. Hämangiom, FNH oder Zysten) von bösartigen Lebererkrankungen (z.B. hepatozelluläres Karzinom, Metastasenverdacht)
  • Therapieverlaufskontrollen

 

Gallenwegssystem

  • Nichtinvasive Darstellung der Gallenwege (MRCP)
  • Abklärung der Ursache einer Gallenabflussbehinderung (Tumor, Gallensteine, Entzündung)

 

Pankreas

  • Diagnostik des Pankreaskarzinoms und Pankreasentzündung
  • Therapieverlaufskontrollen

 

Dünndarm/Dickdarm

  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Beurteilung der Ausdehnung der Entzündung, Darstellung von Fisteln oder Abszessen bzw. einer Passagebehinderung (z.B. MR-Sellink,)
  • Darstellung bzw. Kontrolle im Verlauf bei perianalen Fisteln und Abszessen
  • Therapieverlaufskontrollen

 

Bauchgefäße

  • Erfassung und Verlaufskontrolle bei arteriellen Aneurysmen (Aussackungen der Arterien), vor allem der Bauchaorta
  • Darstellung von Gefäßengen an Nierenarterien, Baucharterien und Becken-/Beinarterien

 

Urogenitalorgane

  • Tumordiagnostik z.B. im Bereich der Ovarien, des Uterus, der Prostata oder Harnblase

 

 


 

 

Gelenke

  • Beurteilung von Knochen, Bändern und anderen Weichteilstrukturen der Gelenke nach Unfall.
  • Arthrosediagnostik (Knorpelschaden)
  • Ausbreitungsdiagnostik bei Gelenkentzündung, z.B. im Rahmen von rheumatischen Grunderkrankungen

 

 


 

 

MR-Angiografie mit/ohne Kontrastmittel

 

Wie funktioniert eine MRT?
- Untersuchungsablauf

 

Vor der Untersuchung wird Ihnen ein Aufklärungsbogen ausgehändigt, den Sie bitte sorgfältig lesen und ausfüllen müssen.

 

Die MRT arbeitet mit starken Magnetfeldern und ist absolut schmerzfrei. Entfernen Sie bitte jedoch vor der Untersuchung Schmuck, Piercing, Uhr, Mobiltelefon, Haarnadeln, Brille, Geldbörse, Scheckkarten und sonstige magnetische Gegenstände. Verwenden Sie bitte im Untersuchungsbereich keine möglicherweise metallhaltigen Kosmetika (z. B. Lidschatten etc.)

 

Bitte weisen Sie in jedem Fall auf eine bestehende Schwangerschaft hin und besprechen Sie Medikamentenallergien mit dem Arzt, damit gegebenenfalls ein geeignetes Kontrastmittel gewählt werden kann.

 

Wenn Sie auf dem Untersuchungstisch liegen, werden Messspulen in der zu untersuchenden Körperregion platziert. Abhängig von der geplanten Untersuchung wird Ihnen evtl. vorher eine Venenverweilkanüle für die geplante Kontrastmittelinjektion gelegt, um besondere Körperstrukturen sichtbar zu machen. Anschließend werden Sie auf dem Tisch in den Magnettunnel gefahren. Bitte lassen Sie sich durch die lauten Klopfgeräusche, die das System verursacht, nicht irritieren, Sie erhalten Ohrstöpsel oder Kopfhörer.

 

Während der Untersuchung sollten Sie vollkommen ruhig bleiben. Schon geringste Bewegungen verursachen Bildstörungen und beeinflussen die Beurteilbarkeit der Aufnahmen.

 

Bei Untersuchungen des Bauchraumes erhalten Sie per Lautsprecher Atemkommandos, unsere Assistentin befindet sich im Nebenraum und kann Sie sehen.

 

Sie erhalten vor Beginn der Untersuchung eine Notfallklingel in die Hand, hiermit können Sie sofort Kontakt zur Assistentin aufnehmen.

Die Untersuchungszeit liegt je nach Körperregion und Umfang der Untersuchung bei 10–30 min.

 

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Wann kommt Kontrastmittel bei der MRT zum Einsatz?

 

Bei vielen Fragestellungen verbessert die zusätzliche intravenöse Gabe von Kontrastmittel die Aussagekraft der MRT. Das MRT-Kontrastmittel enthält Gadolinium, welches das lokale Magnetfeld in der zu untersuchenden Körperregion je nach Gewebeart verändert. Weichteilstrukturen können so besser voneinander differenziert werden. Entzündungen sind in ihrer Ausdehnung sehr gut darstellbar. Das Kontrastmittel kann auch in der MRT bei der Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren helfen.

 

Was muss ich vor einer MRT beachten?
- Vorbereitung

 

Für die Durchführung der MRT ist in jedem Fall eine Terminvereinbarung notwendig.

 

Nur bei einigen wenigen MRT-Untersuchungen ist eine gezielte Vorbereitung erforderlich, z.B. durch Pausierung bestimmter Medikamente.

 

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Wann darf keine MRT gemacht werden?
- Kontraindikationen

 

  • Herzschrittmacher und ICD-Systeme können durch die Untersuchung beschädigt werden. Die magnetischen Wechselfelder können den Schrittmacher und die implantierten Elektroden erwärmen, bewegen oder in ihrer Funktion stören.
  • Metallsplitter oder Gefäßclips aus ferromagnetischem Material in ungünstiger Lage (z.B. im Auge oder im Gehirn).
  • Temporärer Cava-Filter.
  • Erstes Trimenon (= 1.–13. Woche) der Schwangerschaft (relative Kontraindikation).
  • Cochlea Implantat.
  • Implantierte Insulinpumpen (externe Pumpen müssen zur Untersuchung abgelegt werden).

 

  • Ältere große oder schleifenförmig angeordnete Tätowierungen im Untersuchungsgebiet (metallhaltige Farbpigmente können sich erwärmen bzw. Hautverbrennungen bis II. Grades hervorrufen).
  • Klaustrophobie („Platzangst“) ist eine relative Kontraindikation. Untersuchungen können in Sedierung nach vorheriger Absprache/Aufklärung erfolgen.
    Im Falle einer Sedierung erfolgt während der Untersuchung zu Ihrer Sicherheit die kontinuierliche Überwachung der Sauerstoffsättigung im Blut und Ihrer Herzfrequenz.
    In diesem Fall bringen Sie sich bitte eine Begleitperson für den Heimweg mit. Eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr sowie eine unmittelbar nachfolgende Berufstätigkeit am Untersuchungstag wird nicht empfohlen.
  • Größere, nicht abnehmbare Piercings aus magnetischen Materialien.

 

Am Untersuchungstag bitte mitbringen:

 

  • Überweisungsschein
  • Chipkarte Ihrer Krankenversicherung
  • Allergiepass
  • Lesebrille
  • aktuelle Laborwerte (Creatinin und/oder GFR) bei erforderlicher Kontrastmittelgabe und Verdacht auf bzw. bekannte Nierenfunktionseinschränkung

 

Bringen Sie am Untersuchungstag bitte möglichst auch Befunde und Aufnahmen von Voruntersuchungen der betreffenden Körperregion mit, die nicht in unserer Praxis erstellt wurden, damit wir die Ergebnisse vergleichen und zeitnah einen Befund für Sie fertigstellen können.

 

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